Die dritte Münze, die jeder will.

Bildschirmfoto 2017-06-06 um 22.12.01Mal wieder ein kleines Stück vom buddhistischen Philosophen. Um was gehts denn im Endeffekt ? 😀
Die Frage habe ich ja schon öfters gestellt und auch viele schlaue Köpfe haben bereits versucht, noch schlauer durch das finden einer Antwort zu werden. Es sind unzählige Verse und Musik in die Jahrhunderte eingeflossen aber die ..Erkenntnis dahinter, die bleibt immer die gleiche. Und die ist für jeden einzelnen eine Herausforderung.

Es gibt ja auch etlich schlaue Sprüche, die das Leben beschreiben oder Zitate und Aussprüche von anderen die versucht haben unsere Sichtweise zu drehen, also das versuche ich ja auch ganz oft. Die Sichtweise zu drehen, entweder von mir oder auch von den Menschen die mich umgeben und die mich ja auch kennen. Einfach manchmal kurz die Perspektive wechseln um andere Menschen, die sie wiederum umgeben, auch wieder besser verstehen zu können. Sozusagen ein Verständnisgeschenk.

Letztens habe ich einen sehr schönen Spruch gehört von einem sehr guten Bekannten, und zwar hat er auch den Unterschied gezogen zwischen… naja man hört doch oft den Ausspruch: Es ist alles nur ein Geben und Nehmen. Und da hat mich dieser Bekannte darauf hingewiesen, es ist alles nur ein “Geben und Bekommen !”. Weil der Unterschied zwischen Nehmen und Bekommen ist schon recht gravierend bei der ganzen Sache, denn wenn man sich etwas nimmt, dann steckt man ja Energie rein um es sich wirklich auch zu nehmen, mitunter auch mit Gewalt, wohingegen bei der Bekommen Definition, das Ganze eher in eine Richtung läuft, in der man sich nur darüber freut wenn man etwas zurück bekommt. Also kleine Beispiele sind, wenn man mal seinem Mitfahrer Morgens, mit dem man zusammen arbeitet, einfach mal n Stück selbstgemachte Pizza mitbringt, dann bekommt man im Umkehrschluss auch des öfteren ein Stück Kuchen mitgebracht. Also ich mein ich habe ja nicht gesagt: “ Gib mir mal n Kuchen.”. Sondern dadurch, dass ich etwas gegeben habe, habe ich auch etwas unerwartet zurückbekommen und konnte mich dadurch fast doppelt freuen. Unerwartete Freude, ist doch eine der schönsten.

Da versuche ich natürlich von persönlichen und subjektiven Erfahrungen irgendwo denn etwas größeren Schlüssel daraus zu ziehen, oder die größere Theorie, die das Leben halt so beschreibt. Meines Erachtens nach gibt es da schon viele Sachen die immer wieder gleich ablaufen. Gerade zwischen menschliche Beziehungen, das ist ein riesen Thema, schaut man sich nur die ganze Film- und Musikindustrie an. Ein ganz großer Bestandteil davon ist durch die Liebe geprägt, sowie durch freundschaftlich und familiäre Beziehungen. Weil es da auch immer wieder irgendwelche Konflikte gibt, ja aber diese Konflikte können, … können, müssen nicht, aber können auch jederzeit wieder ausgetragen und wieder verbessert werden. Ich mein auch da, Familie ist und bleibt halt auch Familie. Das lässt sich nicht ändern. Da kann man nicht einfach mal sagen, man geht jetzt getrennte Wege, das ist doch wie Paul sagen würde “Bullshit”:D ..
Es gibt doch nur einen Dad und es gibt doch nur eine Mum. Und die hat man auch immer irgendwo lieb und wertgeschätzt, da kann man doch nicht auf einmal getrennte Wege gehen, man kann sich doch nicht einfach nen neuen Vater suchen oder ne andere Mutter. Also versucht man natürlich, und das auch immer von beiden Seiten, irgendwo das beste daraus zu machen, aus der Situation im allgemeinen und im kleinen auch. Gewisse Reibungspunkte müssen entweder ausgesprochen oder eben nicht mehr angesprochen werden und wenn das für alle Seiten in Ordnung ist, dann OK. Dann machen wir doch einfach das beste daraus. Man muss ja nicht vergessen, aber einander zu verzeihen, das entwickelt zwischen Menschen sehr starke Bindungen denke ich. Danke.
Und so haben auch Freundschaften vielleicht gewisse Themen die nicht angesprochen werden und vielleicht auch Beziehungen bestimmte Themen die nicht angesprochen werden. Es ist doch alles nur eine große Kompromissfindung, wenn man nur stur seinen Weg gehen möchte, dann kann man auch als Eremit im Wald leben.

Um nochmal zurück zu kommen auf das Geben und das Bekommen, das denke ich, ist schon ein elementarer Bestandteil. Einer dieser elementaren Bestandteile, der sehr viel beschreibt, wenn man ihn sich erstmal richtig auf der Zunge zergehen lässt und mal auch etwas länger darüber nachdenkt was dahinter steckt. Eine weitere subjektive Erfahrung aus meinem Leben ist der Marathon, den ich mal lief. Ich bin ja nicht raus gegangen in die Welt, und da kann ich ja gleich wieder bei meinen Eltern bleiben, und habe gesagt:“ Los, seid stolz auf mich.“ Sondern ich hab erst etwas anderes getan, dass für mich gut war. Denn die Erstentscheidung den Marathon zu laufen, wurde ja getroffen damit ich wieder fitter werde und meinen kleinen Bauchansatz weg bekomme, der sich gebildet hat durch Fast Food Ernährung des ersten Ausbildungsjahres in Berlin. Und dann wurde sich ein halbes Jahr auf den Marathon vorbereitet und danach bekomm ich dann auf einmal die Aussagen von den Eltern, dass sie dass doch cool und toll finden und stolz auf mich sind. Dass ist doch schon wieder eine ziemlich große Bekommens Sache. Und was hat man vorher gegeben ? Man hat sehr viel Energie gegeben, und zwar in sich selber, wenn man es mal aus dem etwas größeren Rahmen betrachtet. Geben und Bekommen. Man hat an sich selber geglaubt, an sich selber gearbeitet und selber etwas erreicht, für sich, was einem gut tut und auch weiter bringt und im Umkehrschluss hat man dafür auch noch Lob und Wertschätzung von anderen bekommen… Und das ist doch ein schönes Gefühl.
Das heißt, solang auch jeder nur für ein bisschen auch selber an sich arbeitet, kann jeder auch immer ganz viel bekommen. Und da fällt mir das Beispiel mit der Hand ein, wer mit einem Finger auf andere zeigt sollte dabei auch stets bedenken, dass dabei auch immer drei Finger auf einen selber zeigen. Wir sind die Meister unseres eigenen Universums, wir sind die Erschaffer unserer eigenen Realitäten. Und je nachdem wie wir das sehen wollen, es gibt nunmal sehr viele Ansichtsweisen aber im Endeffekt gehts ja wieder nur um die Entscheidung, welche Ansichtsweise man haben möchte und man kann ja trotzdem versuchen seinen Idealen treu zu bleiben und seine Prioritäten setzen.

Dass man auch immer das will, was man nicht hat. Das könnt ja auch schon wieder eine große Problemstellung sein, die jeden Menschen mindestens einmal in seinem Leben trifft. Warum will man denn gerade die Sachen die man nicht hat. Beziehungsweise, warum ereilt einen manchmal das Gefühl, dass wenn man etwas hat, dann auf einmal etwas anderes möchte ? Auch wieder eine persönliche Anekdote. Da sitz ich im Büro und will nur raus in die Welt, raus an den Strand, raus in die Sonne und fliege nach Australien und nach ein einhalb Jahren herumreisen, hatte ich dann einfach die Schnauze voll und war wieder froh auf einer Farm zu arbeiten. Und nach 2 Jahren, dann nochmal in demselben Hostel zu sein, die erste Woche damals wollte ich nur noch Leute kennenlernen, aber die letzte jetzt nur noch Revue passieren lassen. Natürlich hat man sich auch noch mit anderen dort unterhalten aber die wurden nicht mehr von mir aktiv gesucht, sondern sind eher ständig zu mir passiv herangekommen 😀 . Die Situation dann war natürlich auch dadurch geprägt, dass man nun doch zurück musste und nicht die Entscheidung getroffen hatte, dort zu bleiben und Fuß zu fassen. Das hätte man bestimmt auch irgendwie bewerkstelligen können. (Aber vielleicht, vielleicht musste es ja so kommen, damit sich hier zwei Seelen über den Weg laufen, die sich sonst nie getroffen hätten.)

Doch manchmal muss man die Vergangenheit einfach akzeptieren und aus der Zukunft einfach das beste machen. Ich mein, n kleines Häuschen am Strand, das wär schon nett. Am besten selbst gebaut, mit eigenen Bäumen und Verranda zum Meer hin, mit einem liebenden Partner an der Seite. Das wär schon ne nette Sache.
Und vielleicht gibt es da ja irgendwie einen Weg hin, jetzt ist das ganze wie eine Art Bergbesteigung. Das sind auch schon wieder so kleine Erkenntnisse, die kommen einem dann so, wenn man drei Tage am Stück in den Alpen wandern geht und die Natur auf sich wirken lässt. Dass erstens die Landschaft wunderschön ist und zweitens durch die tägliche Bewegung .. weil der Punkt ist ja der 😀 .., Man kann ja unten im Tal stehen und man kann darüber nachdenken welchen Gipfel man besteigen möchte, man könnte ja ewig sagen:“ ich weiß nicht, nehme ich den linken, nehme ich den rechten Berg, ah naja der linke könnt schön sein, der rechte aber auch aber vielleicht verpassen wa dann da was, was aufm linken wär…“ und dann wird man sich ja auch manchmal mit anderen oder sich selber nicht einig und dann wartet man bis es Mittag wird und dann will man auch nicht mehr, weil man schon 2 Bier getrunken hat 😀 So hat man im Endeffekt ja gar keinen Gipfel gesehen und das Bier hätte man daheim auch billiger haben können.
Viel besser wärs doch, einfach erstmal los zu laufen und zu gucken und dann wird man schon sehen wo einen der Weg hinführt. Und irgendwie hab ich mir dann einen Gipfel ausgesucht und bin los gewandert, immer Richtung Gipfel und hoch, erst durch Straßen, dann Wälder und Bergwege und spätestens dann, ist es auch mit gelben Schildern ausgezeichnet und ein paar Stunden später ist man dann auf einem Gipfel. Im optimalen Fall auch der, den man sich ausgesucht hatte. So, nochmal Revue passieren lassen. Was ist eigentlich passiert? Rein praktisch gesehen bin ich erstmal einfach nur den Berg hochgelaufen aber es sind viele kleine Schritte die mich am Ende zu diesem Gipfelkreuz gebracht haben. Ich hätt natürlich auch jeden einzelnen Schritt zerfragen können: „ Och, mist, bin ich richtig ?, muss ich jetzt schon wieder auf die Landkarte schauen, doch links lang, …“. Manchmal kann man doch einfach auch nur der Nase nachlaufen und gerade wenn man spätestens dann auch oben auf den Wanderwegen ist, gibts ja auch nicht mehr viel zu finden, da muss man ja nur noch laufen. Aber mit vielen kleinen Schritten kommt man oben an.

„Mit vielen kleinen Schritten.“ Das ist ja im Endeffekt auch schon wieder das Geheimrezept für den Marathonlauf. Einfach mal den ersten Schritt machen, ob theoretisch um die Entscheidung zu fällen, oder praktisch ins Training gehen oder dann rein wirklich praktisch praktisch an der Startlinie stehen und den ersten Schritt machen um dann durchs Ziel am Schluß zu laufen. Viele Tippel Tappel Schritte.
Mühsam ernährt sich das Eichhörnchen.. 😀

Nüsse fressen.

Wir sind die Meister unseres eigenen Universums.
Mit herzlichem Grinsen denke ich, danke, …. für den Tip.

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“Die Münze, .. die suchst du dir doch selber aus!”

 

Da schrieb er einfach so großkotzig vor ein paar Jahren, dass man ne Münze wirft die dann am Schluß keiner haben will. Doch bevor man diese in die Luft wirft, um endlich die sehnsüchtig herbeigewünschte Entscheidung zu treffen, hat man doch für sich selbst davor entschieden, diese überhaupt zu werfen. Hier mal eine kleine Anekdote aus meinem Arbeitsleben:

“Also dieser Herr Horn…:D” war schon wirklich ein eindrucksvoller Mensch für dessen hilfreiche Gespräche und liebevolle Art ich im nachhinein sehr dankbar bin. Er studierte mitunter Zeitmanagement, war Projektleiter in Eisenhüttenstadt und saß nach eigenen Aussagen bereits in jeder Position einer Firma. Seine letze von der er berichtete wurde ihm anscheinend zu langweilig und deshalb hat er wieder die Herausforderung in einem neuen Job gesucht. Wahnsinns Einstellung. Jedenfalls..

Als ich mal von meinem dortigen Vorgesetzten eine Aufgabe zur Raumneugestaltung im Rahmen meiner Ausbildung erhalten hatte, wusste ich erst nicht recht weiter. Das hat der schlaue Fuchs natürlich mit bekommen und das persönliche Gespräch gesucht. Unter 4 Augen zeigte mir Herr Horn dann, im welchem Maße man bei selbst solch kleinen Aufgaben eine hohe Entscheidungsgewalt mit trägt. Man wurde schließlich nicht eingestellt um jetzt gleich wieder in der Tür zu stehen um zu fragen: “welche Motive, welche Farben, welche Formen, .. usw. “.

Er meinte nur:”Such doch selber erstmal etwas aus, dass deiner Vorstellung nach dort hängen könnte und dann präsentiere ihm einfach drei fertige Bilder und die Endentscheidung muss dann nur noch er treffen. Somit trifft er zwar das letzte Wort aber die drei Beispiele, stammen ja aus deiner Feder.” Natürlich ging das gesamte Gespräch noch viel länger, und gerade er, kann mit viel Wortwitz und Gewandheit noch viel mehr rüber bringen, jedoch musste ich im nachhinein noch oft an eine dieser ersten privaten Lehrstunden mit ihm zurückdenken. Wenn jemand wie er, erfolgreich und selbstständig, Marathonlaufend und lachend durchs Leben schreitet, dann sollte man doch manchen seiner Aussagen und Ratschläge etwas Gehör schenken.

Man könnte das gleiche Beispiel auch anwenden auf gemeinsame Überlegung wie der Nachmittag verbracht werden könnte. Entweder einer sagt “keine Ahnung” oder aber man bringt selber einfach ein paar Möglichkeiten auf den Tisch. Somit, egal für was sich in der Gruppe mit allen Beteiligten entschieden wird, die Grundauswahl traf man ja durch die Vorauswahl eigentlich selber. Es können also auch nur Sachen dabei sein, die man ja selber gerne macht. Aber zurück zum eigentlichen Faden.

Man entschied sich selber, der Münze die Entscheidung übergeben zu können, aber die Vorauswahl trafen trotzdem wir, somit war die Wahl schon längst getroffen.

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Letzten Endes…

… kommt alles nur auf eine einzige Frage an.

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nur nach Hause

Eigentlich will ich nur nach Hause.

Es gibt Momente in denen man einfach bemerkt, dass man eventuelle doch die falsche Entscheidung getroffen hat. Wenn man bemerkt, dass etwas lieb gewonnenes mit Willkuer behandelt wird, dann faengt einem doch an das Herz zu bluten. Es gab unzaehlige wunderschoene Momente die ich in meinem Van verbringen durfte und auch wenn die Auswahl auf den richtigen Kaeufer in erwarteter Weise unfassbar geringt auszufallen droht, muss man sich letzendlich doch fuer einen entscheiden, gerade wenn sich die Moeglichkeiten extrem beschraenken.

Nun musste ich also meine Belle an einen 17 jaehrigen Farmer fuer einen Hungerlohn verkaufen. Geld stinkt bekanntlich nicht und auch wenn der Preis damit abgegolten sein sollte, blutet mir doch innerlich das Herz mit anzusehen wie mein geliebtes vergangenes Eigenheim behandelt wird. Als Spassobjekt muss es nun herhalten, auf dem rumgeklettert wird, das warscheinlich mit Fuessen getreten wird, dessen eigentliche Seele nicht in dem Umfang gewaertschaetz wird, wie ich es mir vorgestellt hatte. Es wird damit angegeben, fuer zukuenftige Trips ausgeplant mit dem Hintergedanken des im Graben liegen bleibens. Endlich, wirklich endlich kann ich nachvollziehen wie sich Heath, mein damaliger Verkauefer gefuehlt haben muss, als er zum letzen mal mit seinen Haenden ueber die Seiten des Vans geglitten ist, als ich mit ansehen musste wie ein Anderer sein Gluecksgefaehrt nun in Haenden haelt und fuer dessen Handhabung verantwortlich ist. Nicht wissend, was mit seinem Schatz passieren moege oder wie es behandelt wird. Dieses Auto, war nicht nur ein Gefaehrt fuer mich, es stellte einen Ruhepol fuer mich da, eine physische Heimat die ich doch sehr suche. Etwas, zu dem ich zurueck kehren kann wenn es mir schlecht geht, in dem ich mich seelisch ausweinen kann ohne grosse Strecken zurueck legen zu muessen. Doch wiedereinmal muss ich erkennen und auch akzeptieren, dass mir dieses Wunschobjekt genommen wird. Das einzige nachdem ich doch wahrlich suche.

Eigentlich will ich nur nach Hause.

Ein zu Hause, dass in dem man aufgewachsen ist, dass das man Heimat nennt. Das man mit Erinnerungen verbindet, mit Erfahrungen, mit Erlebnissen die einen praegen und zu dem festigen der man heute ist. Etwas zu dem man zurueck kehren kann um sich geborgen zu fuehlen, in das man sich wie eine Decke betten kann um vor der Welt um einen Ausreiss zu nehmen, dort wo um einen gesorgt wird, da wo man sich keine Sorgen machen muss, so ein praktisch physischer Ort scheint fuer mich nicht wirklich zu existieren. Staendig, schon seit Jahrzehnten reisst es mich von Ort zu Ort und neu gefundenes muss wieder aufgegeben werden nur um fuer neues Platz zu machen. Der stetige Wechsel ist das was mich am Laufen haelt, es scheint wie eine Art Gluecksprinzip zu sein, dass mir in jungen Jahren unbewusst mitgegeben wurde und nun, ohne es zu wollen muss ich diesem Pfad des steten Springens zwischen den Gleisen folgen. Wie kann ich also die alles entscheidende Frage nach dem was mich bewegt beantworten, wenn das Elysium nach dem ich mich so sehne nicht zu existieren scheint.

Eigentlich will ich nur nach Hause.

Es sind die unterschiedlichen Persoenlichkeiten die mich am laufen halten. Die, die mir morgens aus dem Spiegel entgegen grinsen um mein Selbstwertgefuehl zu steigern, die, die mich am laufen halten, wenn ich kurz vorm aufgeben bin. Es sind die Persoenlichkeiten, die ich mir selbst angeeignet habe um zu bestehen, um weiter zu laufen, um schneller zu laufen. Die, die mich antreiben und mir zu verstehen geben, dass es kein Ziel gibt, dass nicht zu erreichen ist, die, die mir in einsamer Stunde die Hand reichen um mich wieder aufzubauen, nicht aufzugeben. Doch sind es auch die, die sich durch Freunde definieren. Die Persoenlichkeiten, die sich durch Gespraeche und durchs Kennenlernen ergeben haben. Mein persoenliches zu Hause stellt somit ein Sammelsurium aus Freunden und Famlienmitglieder dar, die mir genau das geben was ich brauche, gefragt und und ungewollt. Sie bestaerken mich oder verhelfen mir auf den Boden der Tatsachen zurueck wenn sich Hoehenfluege anbahnen. Doch faellt es zunehmen schwerer sich die Staerken dieser vor Augen zu halten je laenger die Zeit ins Lande streicht.

Eigentlich will ich nur nach Hause.

Eigentlich will ich nur zu meinen Freunden zurueck, die ich umarmen kann ohne nach 10 Sekunden ein unwohles Gefuehl zu bekommen. Vor denen ich auch eine Traene verdruecken kann, ohne mir schuldig oder beschaemt vor zu kommen. Eigentlich moechte ich nur unbeschwert zusammen auf eine Zeit zurueck blicken, die man bereits beschritten hat und sich darueber freuen, dass man die Zeichen der Zeit gemeister hat und allem zum Trotz immernoch zusammen einen gemeinsamen Weg beschreitet.

Noch eine Woche und ich kann endlich wieder anfangen die Beziehung zu meinen Freunden und Familienmitgliedern zu verbessern. Ich bin froh ueber jeden Kontakt den ich in den letzten 2 Jahren machen durfte und ueber alle Erfahrungen die mir hier zuteil wurden. Doch ich glaube, langsam ist es an der Zeit…

endlich nach Hause zu kommen.

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Die Muenze die keiner will

In jedem von uns stecken Hoffnungen auf bessere Zeiten, darauf, dass sich bald alles zum Guten wendet. Selbst wenn sich das Glueck schon einzustellen scheint, plagen uns weiterhin die unergruendbaren Wege zu neuen Schaetzen und gemuetsbedingten Reichtuemern.

Rueckblende: Da lag ich nun ganz sehnsuechtig auf einem Bett eines Hostels und suchte  nach einem Job. Einer der mich fordert, mich taeglich an die physiche Belastungsgrenze bringt, um mir das Fitnessstudio und die allmorgendlichen Liegestuetze zu spaeren. Zeitgleich sollte er auch noch auf einer Farm gelegen sein, da ich in diesem Umfeld wenigstens schon etwas an Erfahrung mitbringen wuerde und nicht allzutief in die Kiste der Improvisation und des “Dumm-rumm-stehens” greifen muesste. Ach ja, und Geld sollte er nebenbei auch noch einbringen, schliesslich ist man ja ueber ein Jahr durch Australien gereist, hat allerhand erlebt und seinen Horizont erweitert was jedoch auch den Geldbeutel enorm bluten lies. Rueckblend zu Ende.

Alle Punkte wurden voll und ganz erfuellt. Ich arbeite mit verstaendnisvollen, manchmal leicht eingebildeten Farmern zusammen, die Geschlechterquote haelt sich bei 50% was den TestosteronSpiegel und die unanstaendigen Gepflogenheiten mancher Gesellen enorm senkt, mein taegliches Aufgabenfeld umfasst eine Menge koerperbetonter Arbeiten (die Liegestuetze werden trotzdem absolviert) und mein Zimmer schmueckt sogar eine Playstation mit zugehoerigem 40 Zoll Display.

Doch scheint sich mein Gemuet nun endlich zu beruhigen, gibt der innerliche Schreihals der sich die allzu fern erhoffte und Glueck vorraussagende Zukunft gewuenscht hat nun doch Ruhe, nein keineswegs. Kaum ist der Zustand erreicht wollen weitere Punkte erfuellt werden die in dem momentan Rahmen jedoch sprengen wuerden.

Da mir genuegend Zeit zur Seite steht, solche und andere Kuriositaeten zu ergruenden, die sich da in meinem Kopf abspielen, versuchen wir mal den Ansatz dafuer zu finden. Es gibt da ein Symbol der inneren Ausgeglichenheit, dass sowohl den ewigen Kreislauf in dem wir uns aufhalten darstellt als auch die unabwendbare Tatsache, dass man nie das eine ohne das andere haben kann, das Yin-Yang Symbol. Die ineinander verschlungenen Seiten der weissen und schwarzen Farbe gleichen sich in ihrem Territorium komplett aus, was den Schluss zulaesst, das keines von beiden die Oberhand gewinnt. Gleichzeitig grenzen sie sich nicht durch eine gerade Linie von einander ab sondern sind eher gewillt sich per geschwungener Kante zu umrunden, was versinnbildlicht, dass sie ineinaner uebergehen. Von dem einen ins andere, ohne zu verschwimmen. Und zum Schluss gibts da noch den kleinen polarisierenden Klecks von weiss und schwarz die sich in dem jeweils anderem Gebiet aufhalten, was wiederrum zeigt, dass das eine nie vollkommen sein kann sondern immer einen Teil des anderen in sich traegt.

Die Wuerze und Schwere dieses Symbols liegt nur in der Akzeptanz dessen. Jeder von uns ist gewillt solange wie irgendmoegllich in den schoenen und suessen Momenten des Lebens zu verweilen. Doch nur wenige scheinen den freiwilligen Schritt der Aufopferung gehen zu wollen auch die andere Seite der Medaillie zu sehen. Doch genau das zeigt uns doch jedes mal wieder, dass es das wert war gegangen zu sein. Zahlreiche Sprichwoerter wie :”Ohne das saure, waere das suesse nur halb so suess”, zeigen uns doch nur allzu deutlich, dass beide Seiten beschritten werden muessen. Nur dadurch erlangt mir Vielseitigkeit mit der man Situationen noch differenzierter betrachten kann. Momente in denen man sich gluecklicher fuehlen kann, weil man weiss, welch ein Weg hinter einem lag um diesen Punkt erreicht zu haben. Doch zeigt es uns auch, dass wir uns nie auf laengeren Zeitraum in diesen Bereichen aufhalten koennen.

Verweilen wir zulange in dem weissen Raum, erwachsen Wuensche und neue Traeume aus uns die nach Hilfe schreien und Gestalt annehmen muessen, zuvor ertraeumtes verliert an Kraft und erscheint uns mit zunehmendem Rahmen immer kleiner. Bleiben wir jedoch in dem schwarzen Bereich gefangen, erlischen gerade diese Traeume die uns auszeichnen, da der Weg diese zu beschreiten immer unabsehbarer wird und sich zunehmends in die Laenge zieht.

Der stete Wechsel zwischen diesen Seiten ist also das Gebot. Das bewusste lieben, das bewusste leiden, immer mit den Gedanken der jeweiligen anderen Befindlichkeit im Kopf treiben wir uns durch die Zonen der Lust, der Erfuellung, der Erschoepfung, der Resignation nur um wiedergeboren zu werden durch die eigenen Leistungen die man vollbracht hat und die Probleme die bewaeltigt wurden.  

Dies stellt definitiv einen weiteren Punkt meiner Reise, auf den ich unfassbar dankbar bin. Doch freu ich mich auch, dass ich diesen Punkt bereits in seinen grundfesten vor meinem Aufenthalt in Port Douglas begriffen hatte. Habe ich doch jeden Augenblick in der Haengematte, am Strand, vor meinem Van 10 mal so sehr genossen, da meinem Zukunft-Ich bereits klar war, irgendwann kommt der Moment, der Moment aus dem ich jetzt gerade schreibe, wo geschufftet werden muss, wo ertragen werden muss, wo man sich das gute herbeiwuenscht.

Doch alles fuer ein weiteres Ziel.

Wie sagte bereits Muhammed Ali:

“Dont quit, not now. Go on, suffer and life the rest of your life as champion.”

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Ausnahmsloser Glueckspilz der ich bin

Nicht nur, dass ich schon die Moeglichkeit hatte einer Sonnenfinsternis beizuwohnen, oder an dem tragischen Unfall der am 11.09.2001 in den Staaten statt fand meinen Geburtstag zu feiern oder aber auch das Ende eines Mayazyklus in meinem Leben mitzuerleben, jetzt kommt auch noch hinzu, dass ich einer derjenigen der eine einzigartige Hitzewelle ueberstehen darf.

So wie es momentan aussieht rollt auf Australien eine seit langen nicht gesehene Schwitzperiode heran. Die naechste Woche soll dabei einen der Hoehepunkte bieten, so dass Temperaturen erreicht werden sollen, wie seit ueber 50 Jahren nicht gesehen wurde.

Als waere es nicht schon genug, bei nun schon ueber Wochen ohne Regen und anhaltenden 35 Grad plus den taeglichen Ablauf bestreiten zu muessen, darf man sich nun ab den naechsten Tagen auf ueber 42 Grad plus freuen. Mein erstes Erlebnis mit abartigen Waermegraden hatte ich im Alter von 12 als wir Urlaub in der Dominikanischen Republik gemacht haben. Die ersten Tage habe ich nur mit Badehose bekleidet im Schatten verbracht und meine einzige Beschaeftigung bestand bei 32 Grad darin zu schwitzen.

Steigerung: Nun arbeite ich bereits auf einer Farm mit rund 9 Stunden taeglich und kann die drueckende und oft nur als schwuele Hitze wahrzunehmende Umgebung schon ganz gut ertragen. Doch nochmal weitere 7 Grad nach oben stellt fuer mich moementan gedanklich eine Blockade dar. Natuerlich werde ich das auch ueberstehen, schliesslich trinke ich ja genug, 5-7 Liter taeglich, nur wirds langsam echt genug. Ich freu mich wieder auf den Winter, auf die Kaelte.

Auch wenn das bestimmt grad nicht viele nachvollziehen koennen, zieht es doch sehr viele immer in den Sueden, brauch ich demnaechst mal wieder mein Yang um die Hitze als Genuss empfinden zu koennen. Es ist 7:30 abends und ich sitze nur mit Shorts vorm Rechner und mir laeuft die Sosse am ganzen Koerper runter. 😛

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Ende und Anfang

Eigentlich moechte ich ungern einen Beitrag mit einem Kommentar von Aussenstehenden beginnen doch im Moment bietet es sich einfach an und Chancen muss man ja bekanntlich war nehmen. Diesmal ist Facebook die Vermittlungsagentur und im heutigen Zeitalter, in der die Mitteilungsbeduerftigkeit von einigen Individuen rapide zunimmt, kann man das ein oder andere mal doch was sinnvolles heraus filtern. Gerade zum Anlass des bevorstehenden Jahreswechsels postete jemand nun also folgenden Spruch:

“Ich habe in diesem Jahr gelacht, geweint, gelebt, geliebt… vieles akzeptiert, viels verziehen und selbst Fehler gemacht… Leute kennengelernt, die mir nun wichtig sind, Leute aus meinem Leben geschmissen die es nicht wert waren…, aus Erfahrungen gelernt, manches bereut, aber all das, ist Teil des Menschen der ich heute bin.”

Abgesehen von dem rausschmeissen von Menschen, weil sie es nicht wert waren, kann ich dem ganzen nur vollkommen zustimmen. So wie ich das sehe kann ich hinter all diese Punkte einen fetten Haken vermerken.

Der eigentliche Autor dieser Zusammenfassung wird es mir vielleicht nachsehen aber frei nach dem Motto der Selbstgestaltung und dem nicht vorhandenen Copyright-Rechten  wird das ganze Blog gerecht umgestaltet um in das Bild meiner Gesamtheit zu passen. Jeder der sich auf dieser Seite rumtreibt muss sich im Endeffekt doch selber eingestehen, dass das genau das ist was er haben moechte,  Meine Individualitaet. Wie sagt man so schoen, du musst nichts schlecht neu erfinden nur gut kopieren.

Somit:

Ich habe in diesem nun bald vergangen Jahr 2012 mit etlichen Leuten die ich kennenlernen durfte um die Wette gelacht. Ich durfte Ihnen dabei zusehen und dabei sein, wenn sie ihre humorvolle Seite gezeigt haben. Auch wenn es auf meinem Blog in keinsterweise zur Sprache gekommen ist und auch sonst nur wenige davon wissen sollten, auch ich habe geweint, etliche male, um vergangene Zeiten die gepaart mit der Akzeptanz dass sie nie wieder kommen werden umso schmerzlicher werden, geweint um geliebte Menschen die man nicht im Momente des vermissens in den Arm schliessen kann, geweint weil Verabschiedungen im Augenblick des sich Entfernens doch umso mehr schmerzen je wertvoller die Zeit war die man teilen durfte, geweint um einen Menschen der diese Welt fuer immer verlassen hat und die Schwelle zu einem anderen Reich uebertreten hat, so wie jeder von uns am Ende aller Tage auf diesen Punkt hinzulaufen muss. Ich habe geliebt in einem Masse, dass es schmerzte beim Gedanken an diesen Menschen, es loderte und brannte im Herzen sowol fuer die unvergesslich schoenen Augenblicke die man teilen durfte als auch jene die den Abschied besiegelten. Manchmal beschreitet man doch zu unterschiedliche Pfade, als dass ein angleichen jemals glaubhaft waere. Ich musste in hoechstem Masse Akzeptanz ausueben, in Bezug auf Menschen und Stimmungen, auf regnerische Wetterlagen, auf zurueckzulegende Kilometer, auf Vergangenes, auf die Zukunft die nunmal erst spaeter statt finden wird und niemals jetzt ist. Akzeptieren, dass sich alles um einen herum aendert, selbt die eigene Welt die man doch nur fuer allzu oft in Stein gemeisselt haelt. Wenn man erstmal den Schritt ueber den Berg der Akzeptanz vollendet hat faellt das Verzeihen nur umso leichter. Muss man doch einfach nur versuchen zu verstehen den ewigen Zyklus des Anfangs und des Endes zu begreifen.
Ueber Fehler die gemacht wurden, wurde gesprochen, sie wurden behoben und beseitigt, es wurde sich dafuer entschuldigt und getreu dem Motto der Weiterentwicklung, die bekanntlich nur funktioniert wenn man aus seinen Fehlern lernt, bin ich dankbar fuer jeden den ich machen durfte. Ein smarter Typ meinte einmal:”Die die alles richtig machen lernen nichts, die die Fehler machen koennen sich weiterentwickeln” -True dat.
Ich habe unfassbar viele neue Leute kennengelernt auf meiner Reise, welche die mich zum nachdenken angeregt haben, zum Seele baumeln lassen, zum spielen, zum ausschweifen, zum grinsen, welche zum aus der Haut fahren, welche die dich geistig foerdern und dir etwas beibringen wollen, aber auch jene die gespannt den eigenen Worten lauschen und selbst lernen wollten. Ich hatte die Moeglichkeit meine Mutter neu kennenzu lernen und sie in einem komplett neuen Licht zu betrachten, das viel heller uns sicherer strahlt als ich es vorher annahm. Ich habe Menschen kennengelernt die bereits etliche Jahre mehr auf dem Buckel haben als meiner selbst doch musste ich nur mal wieder feststellen, dass selbst diese dasselbe suchen wie jeder andere auch, komplett altersunabhaengig. Auch wenn ich jetzt schon weiss, dass der Kontakt nicht zu allen aufrecht gehalten werden kann, bin ich doch froh ueber jeden Moment den ich bereits mit diesen wundervollen Individuen verbringen konnte.
Ich konnte lernen aus Erfahrungen, lernen aus dem Vergangenen, lernen was es heisst “Zeit mit sich allein zu verbringen”, lernen die richtigen Fragen zu stellen. Ich konnte lernen geduldig zu sein, abwarten zu koennen, lernen sich selbst treu zu sein, lernen den eigenen Glauben ueber alles zu stellen. Ist es doch das einzige was und nie genommen werden kann und fuer das wir nur selber verantwortlich sind. Ich konnte meinen Horizont erweitern mit unfassbar guten Geschichten und Sachbuechern. Ich konnte eine neue Sprache lernen, oder eher lernen sie besser zu sprechen, ein Land von einer noch unbekannten Seite erfahren, und den Unterschied zwischen Hier und Dort bewerten zu wissen.

Auch wenn nur vage formuliert oder an manchen stellen kryptisch angesprochen, kann ich abschliessend nur sagen, dass das Jahr 2012 in meiner Erinnerung als ein sehr erfolgreiches verbleiben wird.

So viel gesehen, so viel erlebt und so viel gelebt. Eigentlich kann das naechste Jahr garnicht besser werden, egal wie vielversprechend es auch klingen mag. Das einzige was bleibt ist, es wird anders.

Anders schoen, niemals genauso, doch das waehr ja auch langweilig. Ich freue mich drauf.

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